Christuskirche

Die Christuskirche

Die Christuskirche wurde von 1842 bis 1849 an der Stelle einer älteren Kirche erbaut. Nach ihrer Zerstörung im März 1945 durch einen schweren Luftangriff, wurde sie 1952 wieder aufgebaut und erhielt 1968 ihre weithin sichtbaren Turmspitzen. 1992 erhielt die Kirche eine neue Orgel von Baumeister Reinhart Tzschöckel. Die drei Schiffe der Christuskirche und ihre große Empore bieten mehr als tausend Gemeindegliedern Platz.

Im 21. Jahrhundert zeigen sich in der Gebäudesubstanz einige Schäden, die durch den geologischen Untergrund bedingt sind. Deshalb steht in den nächsten Jahren eine umfassende Sanierung an.

Offene Christuskirche:
Dienstags: 10.00 - 12.00 Uhr
Freitags: 10.00 - 12.00 Uhr
Samstags: 11.00 - 13.00 Uhr

Spenden zur Sanierung
Spenden zur Sanierung der Christuskirche sind erbeten auf das Konto der
Ev. Kirchengemeinde Schwelm bei der KD Bank Duisburg
IBAN: DE67 3506 0190 2001 2730 20
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: "Sanierung Christuskirche Schwelm"

Christuskirche: Rissbildung und marode Fugen

Die Christuskirche in Schwelm muss in den nächsten Jahren aufwendig saniert werden. Die Kosten dafür liegen im 7stelligen Bereich.
Schon im Jahr 1996 mussten die Türme der Christuskirche neu verfugt werden. Und im Jahr 2006 wurden Schäden an den Glockenstühlen festgestellt, die dann behoben wurden. Der Grund für die Schäden war und ist das Auseinanderdriften der beiden Türme. Der Grund für die Schieflage liegt nach Meinung eines geologischen Sachverständigen am Untergrund der Kirche. Sie steht gerade noch im Bereich des berüchtigten Schwelmer Massenkalkes. Der Massenkalk "ist insofern berüchtigt, als er tiefgründig durch kohlensäurehaltige Sickerwässer ausgelaugt und zersetzt ist, so dass sich breite Spalten und Dolinen gebildet haben, die meist nachträglich mit Schwemmlehm und Bachschotter wieder aufgefüllt werden", schrieb vor einigen Jahren der Sachverständige in einem ersten Bericht.

Die Türme driften auseinander
Das Auseinanderdriften der Türme ist jetzt auch dafür verantwortlich, dass sich Risse im gesamten Mauerwerk zeigen, die abgedichtet werden müssen, um weiteren, noch größeren Schäden vorzubeugen. Nicht nur die Rosette am Eingangsportal reißt durch die Spannung, auch andere Gebäudeteile sind betroffen.

Spätschäden aus dem 2. Weltkrieg
Ein weiteres Problem stellen die maroden Fugen im Mauerwerk dar. Beim Bau der Kirche wurde zum Verfugen der Sandsteine ein Mörtel aus gebranntem Kalk und Sand verwendet. Gegen Ende des 2. Weltkrieges richtete ein Brand in der Kirche erheblichen Schaden an. Bei diesem Brand wurde der Kalk in dem Mörtel praktisch ein zweites Mal gebrannt. Dies hatte zur Folge, dass die Bindewirkung des Kalkes nachgelassen hat und so der Mörtel im Laufe der Jahre marode wurde. Hinzu kommen Probleme, die generell bei Sandsteinbauten wie z.B. dem Kölner Dom auftreten.

Hochspezialisierte Arbeiten notwendig
Sowohl bei der Verfüllung der Risse im Mauerwerk als auch bei der Erneuerung der Fugen sind hochspezialisierte und kostspielige Arbeiten notwendig. So kann die Verfugung des Mauerwerkes nur bei ganz bestimmten Witterungen und Außentemperaturen durchgeführt werden, bei denen u.a. die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Zudem muss ein besonderes Fugenmaterial verwendet werden, das speziell für die Christuskirche angefertigt werden muss.
Prof. Brüggemann, der als Sachverständiger der Arbeitsgemeinschaft Historische Bauten seit vielen Jahren die Christuskirche begutachtet, geht davon aus, dass die notwendigen Arbeiten mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen werden.

Finanzierungsproblem
Zu den beschriebenen Schäden können weitere Probleme und damit weitere Kosten auf die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm zukommen. Die Experten vermuten, dass auch am Dachstuhl über dem Chor Sanierungsarbeiten notwendig werden. Um dies abzuklären, soll der Dachstuhl geöffnet und untersucht werden.
Danach werden die Verfugungsarbeiten wohl an der Westfassade und an den Türmen beginnen. Baukirchmeister Fettke arbeitet intensiv mit Fachleuten an der Planung der notwendigen Maßnahmen. Dabei macht ihm die Finanzierung der Arbeiten die meisten Sorgen: „Die Kirchengemeinde kann unmöglich die Kosten für die Sanierung der Christuskirche alleine aufbringen.“

Vorerst keine Gefahr für Passanten
Die Verantwortlichen gehen nach jetzigem Kenntnisstand nicht davon aus, dass zur Zeit eine Gefahr durch herabstürzende Steine besteht. Trotzdem soll das Gerüst, das seit einiger Zeit an der Kirche angebracht ist, auch als Schutzmaßnahme dienen. (HB)